Eine Geburtseinleitung (medizinisch: Induktion) ist die künstliche Auslösung von Wehen, bevor diese von selbst beginnen. Das geschieht durch Medikamente, mechanische Verfahren oder andere Methoden.

Eine Einleitung wird notwendig, wenn die Schwangerschaft deutlich über den Termin hinausgeht, wenn Komplikationen wie Präeklampsie, Bluthochdruck oder Wachstumsverzögerungen des Kindes vorliegen, oder wenn andere gesundheitliche Risiken für Mutter oder Kind bestehen. In Deutschland wird etwa jede fünfte Geburt eingeleitet.

Die Methoden unterscheiden sich: Manche sind medikamentös (Prostaglandin-Gel oder Tabletten), andere mechanisch (etwa ein Ballonkatheter zur Erweiterung des Muttermunds). Die Dauer bis zum Wehenbeginn variiert erheblich – manche Frauen entwickeln innerhalb weniger Stunden Wehen, bei anderen kann es mehrere Tage dauern.

Eine Geburtseinleitung kann Nebenwirkungen haben wie Übelkeit oder in seltenen Fällen besonders starke Wehen. Bespreche mit deiner Hebamme oder deinem Arzt, welche Methode in deiner Situation sinnvoll ist und welche Risiken bestehen. Die AWMF hat Leitlinien dazu veröffentlicht, wann eine Einleitung medizinisch begründet ist.